Donnerstag, November 12, 2009

Veraenderungen

Da ich mich im letzten halben Jahr meines Thailandaufenthaltes befinde wird es fuer mich Zeit meinen weiteren Weg ein wenig zu planen.

Fuer viele Europaer ist Thailand wie eine Zeitblase: man kann sich darin aufhalten und sich vor der Welt da draussen verstecken, nichts von dem was hier passiert ist wirklich real, es sind nicht wirklich alle Menschen nett, es stehen nicht wirklich alle Frauen der Welt auf einen und was im Fall der Englischlehrer hier noch hinzukommt: es ist keine Karriere, die sie da gehen, es ist nur ein Abstellgleis des Lebens.

Ich habe, denke ich meine Zeit hier gut genutzt, was ich dieses Jahr ueber Kultur und Leute gelernt habe, schaffen viele in sehr viel mehr Jahren nicht. Leider habe ich es immer noch nicht geschafft wirklich Thai zu lernen, auch wenn es deutlich besser ist, als das der meisten, aber immer noch beschaemend gering.

Da ich gerade mit einem Auftrag fertig bin, habe ich beschlossen die restlichen Monate, in denen ich nicht gezwungen bin Geld zu verdienen, bei Juicies im Laden zu verbringen, einerseits weil ihre Mutter beim Artzt war und der ihr gravierenden Vitaminmangel bestaetigt hat, welcher starke Schaedigungen ihrer Knochen nach sich zog und sie nicht mehr im Laden helfen kann, andererseits, weil ich nur in der Zeit, die ich mit Juicies verbringe, wirklich etwas lernen kann was von innen, aus der Gesellschaft und nicht wie die meisten anderen, von Aussen, aus meiner westlichen sicht auf diese Gesellschaft kommt.

Im Moment ist Mint bei uns, da Juicies Freundin ihre Arbeit verloren hat, das nervt mich sehr, aber trotzdem sollte ich wohl nicht im Internet ueber sie laestern...

Ben

Mittwoch, November 11, 2009

Spaziergang durch Bang Kae 1

Bangkae liegt im Westen Bangkoks, auf der Seite der Stadt die als Thonburi bezeichnet wird und steht ebenfalls auf der Liste des bald zu erweiternden Skytrains. Bekannt ist vor allem der Markt in Bangkae der eine schattige, eigene Welt in seinen kleinen, verwinkelten Wegen bildet und allemal einen Ausflug wert ist.

Wir werden am Markt starten und bis zum Bahnhof am Tempel “Wat Singh”, von wo man den Zug zum Wong Wian Yai (Taksincircle) nehmen kann, gelangen. 2-4 Stunden (je nach Tempo) sollten hierfuer eingeplant werden.

Die Anfahrt ist, fuer Touristen, am leichtesten mit dem Taxi. Das Fahrtziel sollte mit “Dalaat Bang Kae” angegeben werden und jedem Fahrer bekannt sein.

Wer es sich zutraut den Bus zu nehmen kann am Sanam Luang in die 84, oder Hualamphong in die 7 einsteigen, wird sich aber auf eine anstrengende und Zeitraubende Fahrt gefasst machen muessen.

Der Markt befindet sich entlang der Phetkasemroad, auf einer Strecke von vieleicht einem Kilometer, das eigentliche Leben des Marktes findet man aber, wenn man den kleinen Gassen folgt, die einen zu den grossen, ueberdachten Hallen fuehren, die ihre Marktstaende in immerwaehrendes Zwielicht stuerzen und durch die sich die Gaenge ziehen, in denen man sich Stundenlang verlieren kann. Lassen sie sich hier einfach treiben, sie werden sich nicht verlaufen, da sie einfach nur zurueck zur Phetkasem muessen.









Teil 2: "Der Weg durch die Klongs" undTeil 3: "Wat Singh" folgen

Google Addsense?



Klicken macht das Bild gross.

Dienstag, November 10, 2009

Strassenessen in Thailand 1

Ich erinnere mich daran, das ich anfangs in Thailand, spaeter auch in Vietnam, Probleme hatte Essen zu finden, weil ich nicht weiss, wie die Gerichte heissen und welcher Stand was verkauft.

Da ein Freund jemanden vorbeischicken moechte, der zum ersten mal nach Thailand kommt, habe ich mir ueberlegt, das es fuer diesen sicher eine grosse Hilfe sein sollte zu wissen was man hier essen kann.

Sauberkeit und Hygiene der Strassenstaende erspare ich mir zu diskutieren, da ich es albern finde darueber zu laestern und ich auch selber nicht nur in Asien, sondern auch in Deutschland im Essensverkauf gearbeitet habe und keinerlei Illusionen ueber Sauberkeit in Deutschland habe.

In Thailand ist das normalste Strassenessen das "Ahaan Dam Sang", was soviel bedeutet wie: "Bestellen Sie was sie moechten" und eine bekannte Palette an Gerichten umfasst, die es ueberall gibt. Meistens sind es Laeden, die sich in einem, zur Strasse hin offenen Haus befinden, es gibt solche aber auch als Strassenstaende.
Juicies Familie verkauft dieses Essen ebenfalls, weshalb ich ein paar der Gerichte auch selber kochen kann.

Pad Ga Prao
(Gai= Huhn, Muu= Schwein, Pueng, Blaa= Tintenfisch, Fisch):
Basiert auf den Blaettern, die man hier mit "Basil Leaves" beschreibt und so aehnlich sein sollen wie unser Basillikum (was nur entfernt stimmt)

Khao Pad (Gai,Muu,Blaa,Phueng):
Gebrattener Reis. Auch mit Kai Dauw, Spiegelei.

Pad Kanaa:
Basiert auf Blaettern der Kanaa Pflanze, ein wenig bitter, aber eines meiner liebsten Essen. Man bestellt es in der Regel mit Muukrob (frittiertem Schweinefleisch) und ist nicht mit Huhn, oder normalem Schwein zu machen. "Rat Khao?" moechten sie es auf Reis? Ja.

Khao Dom (Gai, Muu, Blaa):
Reissuppe, vor allem Abends zu essen.

Kai Djiaow:
Omellette, normalerweise mit Muu Sap (Schweinehackfleisch) und wird mit Reis gegessen.

Rad Na (Muu, Gai):
Woertlich: "Ueber das Gesicht schuetten", Sosse, die mit Staerke gemacht wird. Ich esse es nicht, weil ich kein schleimiges Essen mag, ist aber das bestriechende Essen, das ich jemals probiert habe und sicherlich sehr lecker, fuer die, welche es moegen.

Prik Gaeng
(Muu, Gai):
Gebratenes Fleisch mit Curry

Gai/Muu Gratiam:
Gebratenes Fleisch mit viel Knoblauch und auch schwarzem Pfeffer

Tom Yum (Gung (Shrimps), Gai, Muu):
So etwas wie das Nationalgericht, saure Suppe mit verschiedenen Gewuerzen, mochte ich am Anfang ueberhaupt nicht, bin aber jetzt suechtig danach, Achtung: Scharf!

Sicherlich habe ich ein paar Dinge vergessen, aber fuer einen Ueberblick sollte das schon einmal nicht schlecht sein.

Ben

Montag, November 09, 2009

Lotto

Als ich letztens mit meiner Mutter telefonierte, erzaehlte sie mir, das sie getraeumt haette 25.000 Euro in der Lotterie zu gewinnen. Nach guter Thaiart bin ich dann natuerlich direkt losgegangen und habe mir ein Lotterielos mit der Nummer 25 gekauft, denn in Thailand glaubt man das die Geister der Ahnen zu uns kommen um uns im Traum die Lotteriezahlen zu sagen, da sie als ausserkoerperliche Wesen sonst keine Chance mehr haben "Buun" zu tun.
Man spielt immer auf die letzten beiden Ziffern, da ich noch nie Lotto gespielt habe, bin ich mir nicht ganz sicher, was man mit den ganzen anderen macht.



Ein Los kostet 40 Baht, da die meisten sich ein doppeltes kaufen, weil es dann natuerlich den doppelten Gewinn gibt, kostet es 80, Plus dem, was der Losverkaeufer an Gewinn machen moechte (ich habe 105 bezahlt). Lose werden meistens von Leuten verkauft, die zu alt, oder koerperlich behindert sind um arbeiten zu koennen, damit diese eine Chance haben trotzdem noch Geld zu verdienen.

Ich habe mir mein Los jetzt bei der oeffentlichen Lotterie und nicht bei der illegalen gekauft, weil das einfacher war, die Ziehung ist immer 2 mal im Monat und ich glaube die naechste ist am 16ten.


Ben

Samstag, November 07, 2009

Beim angeln

Hinter Manfreds Haus ist ein See, an dem man sich Angelrouten mieten und fischen kann. Eine Route gibt es fuer 20 Baht und den gefangenen Fisch kauft man fuer 50 Baht das Kilo.
Am See weht immer eine frische Briese und man kann sich entspannt hinsetzen und Bier trinken.
Hier trifft sich an Feiertagen die ganze Nachbarschaft und ich war mit Manfred und einigen seiner thailaendischen Freunden da.
Nach dem etwas anstrengenden Monat hat mir das wirklich wieder gut getan und es war das erste mal seit langem, das ich das gute Wetter in Thailand geniessen und mal ausspannen konnte, auch wenn ich selber nicht fische.








Ben

Freitag, November 06, 2009

The Hardest Way To Make An Easy Living

Eines meiner Lieblingslieder, mein Klingelton und irgendwie erinnert mich der Titel immer an mein eigenes Leben:



Ben

Donnerstag, November 05, 2009

Transsexualitaet in Thailand

Fuer viele Menschen sind die Kathoeys, die Transvestiten in Thailand, so auffaellig und sie halten Thailand fuer ein tolerantes Land, da sie, wie sollten sie es auch besser wissen, westliche Masstaebe an die asiatische Kultur anlegen.

Kathoeys sehe ich auf Maerkten selten, ausser den alten, die kein anderes Einkommen mehr finden koennen und Papayasalat oder Nudelsuppe verkaufen, da die meisten im Rotlichtgewerbe arbeiten und im Alter keine Kunden mehr finden. Es gibt auch viele mit normalen Jobs, aber es ist schwierig fuer sie, da sich Firmen oft weigern Transsexuelle einzustellen.

Viel oefter sehe ich dagegen weibliche Transsexuelle. Es wird bei jedem lesbischen Paerchen einen maennlichen "Tom" genannt und einen weiblichen "Dii" (nach Lady) Part geben.

Es gibt viele Toms, die ihr Geschlecht aendern moechten, sie nehmen maennliche Hormone und verstecken ihre Brueste, durch abbinden mit Tuechern. Da sie recht robust sind und auch gerne mal zulangen, wenn ihnen was nicht passt, haben Juicies und ihre Mutter das Codewort "Toffee", damit die Toms nicht hoeren, wenn wir ueber sie reden.
Viele unserer Kunden sind Toms, die man natuerlich leichter erkennt als "Diis" und sie haben oft Geld und kaufen viel.

Es gibt uebrigens auch getuerkte Toms, die sich lesbisch geben um Maenner anzumachen, solche nennt man "Tom Bae"!

Kathoeys haben nicht immer ein einfaches Leben, denn man sagt von ihnen, das sie promiskuitiv und obszoen sind. Es ist schwierig fuer sie populaer zu werden, sollten sie eine Gesangs- oder Schauspielerkarriere anstreben, da es oeffentliche Gruppen gibt, die ihre Fernsehauftritte als unmoralisch bekaempfen.

Bis vor wenigen Jahren bekamen Kathoeys beim Militaer den Stempel "Geistesgestoert" in ihre Unterlagen, den sie auch bei Bewerbunsgespraechen zeigen mussten und erst seit einem Jahr gibt es fuer sie getrennte Raeume bei der Musterung, in denen sie oft von den Soldaten sexuell Belaestigt werden.

Einen Kathoey, dem man noch deutlich seine maennlichkeit ansieht nennt man "Bpo", weil es das Geraeusch ist was man macht wenn man ihn sieht: "Bpo!!"

Einschlaegige (Such-) Woerter habe ich in diesem Post vermieden, da Kathoeys auch bei deutschen Freiern inzwischen schon so imens populaer sind das einiege Blogs ueber Thailand mehr Suchwoerter zu ihnen, als zu tatsaechlichen Frauen haben.

In meiner Blogroll habe ich den Blog eines deutschen Kathoeys, die in Bangkok lebt, der aber scheinbar leider nicht mehr weitergefuehrt wird: phettisaam.twoday.net

Viele arbeiten in Cabarets, von dort ist der Weg aber oft nicht weit in die Prostitution. In Pattaya gibt es die Tiffany Show, in der auch auf der ganzen Welt uebertragene Schoenheitswettbewerbe stattfinden und in der diesen Monat die Miss International Queen (Die schoenste Transsexuelle) gekroent wurde:




Ben